Zutat

Teurer als Silber

Die Preise für Vanille zeigen erneut eine leichte Tendenz nach oben.

Vanille – nach wie vor begehrt und sehr teuer. Vanille – nach wie vor begehrt und sehr teuer.

Stuttgart (koca). Auf der vor Afrikas Ostküste gelegenen Insel Madagaskar deuten erste Anzeichen auf ein knappes Angebot an Rohvanille hin – und damit höhere Erzeugerpreise, berichtet die Badische Zeitung. Es werde eine Ernte mit einer um 20 bis 25 Prozent geringeren Menge als im Vorjahr erwartet, so Madagaskars Vanille-Exportverband.

Der Inselstaat, der nach Schätzungen knapp vier Fünftel des Weltbedarfs abdeckt, bestimmt mit seiner Produktion die Preisentwicklung. Vanille gilt als das beliebteste Gewürz für Süßspeisen aller Art. Vor allem Bourbon-Vanille, die nur aus den Anbaugebieten Madagaskar, La Réunion oder auf den Komoren stammen darf, wird selten und damit kostbar.

Der Vanille-Importeur Berend Hachmann aus Hamburg glaube allerdings nicht, dass die in diesem Jahr verhältnismäßig kleine Vanille-Ernte auf Madagaskar große Auswirkungen auf die Preise in Deutschland haben wird, denn die Kunden hätten sich jetzt an die hohen Preise gewöhnt. Die Nachfrage sei nach wie vor groß.

Aktuell bewegten sich die Preise für die noch grünen Schoten leicht über dem Vorjahresniveau. Befeuert vom Trend zu natürlicher Ernährung lag der Kilopreis für Vanille zuletzt bei rund 600 Euro – und damit weit über dem für ein Kilogramm Silber.


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