Wirtschaft

Kaffee wird teurer

LEH reagiert auf gestiegene Rohstoffpreise.

Bei Kaffee werden geringere Erntemengen in Zentral- und Südamerika erwartet.Bei Kaffee werden geringere Erntemengen in Zentral- und Südamerika erwartet.

Stuttgart (koca) Die Rohstoffkosten für Kaffee sind als Folge der Coronapandemie weltweit gestiegen. So erwartet die internationale Kaffeeorganisation allein für die Zeit von Juni bis September einen Preisanstieg von mehr als 17 Prozent. Unter anderem aufgrund der geringeren Verfügbarkeit von Hilfskräften erwartet die Organisation einen teilweise deutlichen Rückgang der Erntemengen in Zentral- und Südamerika.

Dies hat jetzt auch Auswirkungen auf die Kaffeepreise im Handel in Deutschland. So kündigte zum Beispiel Dallmayr in einem Gespräch mit der Lebensmittel Zeitung LZ an, die Abgabepreise für Röstkaffee zu erhöhen. In Norddeutschland habe Discounter Aldi Nord die Preise seiner Kaffee-Eigenmarken um 30 bis 50 Cent erhöht.

Allerdings sehen nicht alle Händler Spielraum für Preiserhöhungen. Die Rohstoffpreise seien im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt kaum gestiegen und nach einem Anstieg bis September zuletzt sogar wieder gesunken, sagt ein Einkäufer der Lebensmittel Zeitung. Zudem sieht er den Zeitpunkt für Preiserhöhungen kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft kritisch. Auch einzelne Hersteller hielten die Möglichkeit, noch vor Weihnachten Preiserhöhungen durchzusetzen, für relativ gering.


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