Unternehmen

Darboven rechtfertigt Adoptionsabsicht

Im Nachfolgestreit versucht das Unternehmen in einer Stellungnahme zu erklären, warum Andreas Jacobs zum Zug kommen soll.

Noch ist ungklärt, wer in die Fußstapfen von Albert Darboven tritt.Noch ist ungklärt, wer in die Fußstapfen von Albert Darboven tritt.

Stuttgart (koca). Der seit Jahren gärende interne Streit in der Kaffee-Dynastie Darboven hat aktuell für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt ist das Unternehmen mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit gegangen, mit der erklärenden Botschaft, dass es Albert Darboven (82) um die Zukunft des Unternehmens geht: "Die Wahrung und langfristige Sicherung des Lebenswerks sind meine oberste Pflicht als Unternehmer."

Ganz im Sinn dieser Verantwortung werde Albert Darboven den Fortbestand des Unternehmens sichern. Weiter heißt es in der Pressemeldung: "Dabei wünscht er sich, dass Herr Dr. Andreas Jacobs in Zukunft auch bei J.J. Darboven – wie bereits in der Albert und Edda Darboven Stiftung – eine wichtige Funktion übernehmen wird, denn Albert und Edda Darboven verbindet mit Herrn Dr. Jacobs eine langjährige tiefe Freundschaft. Das Adoptionsverfahren ist eine rein familiäre Angelegenheit."

Nach Informationen der Bild-Zeitung möchte der Chef des Familienunternehmens, Albert Darboven (82), mit einem Trick verhindern, dass Sohn Arthur (54) wieder in das Unternehmen eintreten darf. Dafür wolle er Andreas Jacobs (54), ein Angehöriger der Bremer Kaffee-Familie Jacobs, adoptieren.

Damit solle dem Darboven-Gesellschaftsvertrag, nach dem nur Familienmitglieder den Konzern leiten dürfen, Rechnung getragen werden. 2009 hatte Albert Darbovens Sohn Arthur die Firma im Streit verlassen, allerdings halte er noch immer einen Anteil von 17,5 Prozent. Seine beiden Cousins Arndt und Behrendt Darboven kämen auf weitere 25 Prozent.

In einem offenen Brief hätten die drei den Patriarchen aufgefordert, von seinen Plänen Abstand zu nehmen. „Wir müssen den Ausverkauf unseres Familienunternehmens fürchten“, zitiert „Bild“ Arthur Darboven. „Wir werden uns mit allen juristischen Mitteln gegen die Adoption von Herrn Jacobs wehren.“


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