Studie

Kaffee in Gefahr

Viele wilde Kaffeearten sind vom Aussterben bedroht. Das ist schlecht für die Vielfalt an Aromen und auch die Kaffeemenge.

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen, doch es ist fraglich, wie lange es noch genügend Kaffeesträucher gibt. Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen, doch es ist fraglich, wie lange es noch genügend Kaffeesträucher gibt.

London (koca). Der Klimawandel und das Abholzen von Wäldern bedrohen den Kaffee: Viele wilden Verwandten des Arabica- und Robusta-Kaffees sind akut gefährdet und könnten bald für immer verschwunden sein. Das vermeldet das Forschungsinstitut der Royal Botanic Gardens, Kew in einer Pressemitteilung.

An dem Institut haben britische Forscher um den Pflanzenbiologen Aaron P. Davis eine Studie erstellt, nach der von den 124 Coffea-Arten 60 Prozent vom Aussterben bedroht sind. Das könnte auch die Zukunft des kommerziellen Kaffeeanbaus gefährden, weil die wilden Arten eine wichtige genetische Ressource für die Entwicklung neuer, robusterer Kaffeesorten sind.

Die in der Natur freiwachsenden rund 124 wilden Kaffeearten unterscheiden sich zwar von den kommerziellen Arten, och durch genetische Kreuzung mit diesen Wildpflanzen könnten die Abwehrkräfte des Konsumkaffees gegen Schädlinge gestärkt oder auch der Geschmack verbessert werden.

Daher seien wilde Kaffeesorten von entscheidender Bedeutung für die die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der weltweiten Kaffeeproduktion, betonen die Forscher - und warnen, dass angesichts der Bedrohung durch menschliche Eingriffe wie die Zerstörung von Naturräumen und steigende Hitze und Trockenheit einige Spezies in 10 bis 20 Jahren ausgestorben sein könnten. Konkret heißt das: Von 124 bekannten wilden Sorten stehen 75 auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.


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