Speiseeis

Sicherheit geht vor

Nicht immer wird beanstandet, aber Kontrollen sollen sicherstellen, dass vom Eisverzehr keine gesundheitlichen Risiken ausgehen.

Bei der Herstellung von Speiseeis ist höchste Sorgfalt gefragt. Bei der Herstellung von Speiseeis ist höchste Sorgfalt gefragt.

Pirna (koca). Die Lebensmittelkontrolleure des Landratsamtes des Kreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge nehmen derzeit wieder viele Eisdielen und Eisstände unter die Lupe, teilt das Amt mit. Bisher sei bei den mikrobiologischen Untersuchungen von Speiseeis nichts beanstandet worden.

Werden Keime, besonders in handwerklich hergestelltem Speiseeis nachgewiesen, liege das meist daran, wie die Eisverkäufer arbeiten. Bewahren sie Eisportionierer in stehendem, warmen Wasser auf, können sich Keime schnell vermehren. Der Portionierer sollte idealerweise in Spülen mit durchlaufendem klarem Wasser stehen, so das Amt.

Aber auch Zapfhähne von Softeisautomaten seien bei ungenügender Reinigung echte Keimfallen, wobei das Eis beim Austritt aus der Maschine kontaminiert werden kann. Zudem können über die Zutaten oder durch Hygienemängel des Personals bei der Herstellung Bakterien und Viren ins Eis gelangen und dort verweilen, wenn die Eismasse vor dem Gefrieren nicht noch einmal erhitzt wird. Bei der industriellen Herstellung von Speiseeis werden die Zutaten deshalb pasteurisiert, also kurz erhitzt.

Krankheitsausbrüche durch Salmonellen oder Staphylokokken-Enterotoxine nach Verzehr von handwerklich oder privat hergestelltem Speiseeis treten jedes Jahr auf, besonders wenn das Eis rohe Bestandteile von Hühnereiern enthalte, die notwendigen Erhitzungstemperaturen nicht erreicht würden oder Gerätschaften unzureichend gereinigt seien.


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