Speiseeis

Lidl hat das Nachsehen

Die Produktion in der Eiscremefabrik der Schwarz-Gruppe startet mit Verzögerung - und verpasst das Sommergeschäft.

Der Schwarz-Discounter Lidl hat durch Verzögerungen in der Fabrik weniger Eis produziert. Der Schwarz-Discounter Lidl hat durch Verzögerungen in der Fabrik weniger Eis produziert.

Übach-Palenberg (koca). Die Schwarz-Gruppe hat später als angekündigt die testweise Produktion in der Eiscremefabrik in Übach-Palenberg aufgenommen. Wie die Lebensmittel Zeitung schreibt, sei das allerdings zu spät, um in der laufenden Saison die Versorgungsengpässe des Discounters zu beseitigen, die zu der Investitionsentscheidung geführt hätten. Lidl habe sich mit diesem Schritt unabhängiger von bisherigen Handelsmarkenlieferanten wie DMK, Eis und Eisbär machen wollen und nach Schätzungen von Fachleuten mehr als 100. Mio. Euro in die Fabrik investiert. Die fünf Produktionslinien seien jedoch nur halb so groß wie anfangs vorgesehen.

Dadurch, dass die Fabrik nicht wie geplant in diesem Frühjahr in Betrieb gehen konnte, habe der Schwarz-Discounter erhebliche Marktanteile an Aldi verloren, vor allem bei den Packungen zwischen 600 und 1500 Millilitern. Aldi, Norma und Netto hätten bis zu zweistellige Zuwachsraten im Eissegment verbuchen können. Lidl habe selbst bei einer Verdoppelung der Verkäufe der kleineren Becher und darüber hinaus positiven Entwicklungen bei Großpackungen einen Verlust von 3,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresmenge.


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