Rückstände

Wieder Fipronil entdeckt

Mit dem Insektizid kontaminierte Hühnereier eines Bio-Legehennenbetriebes sind in den Handel gekommen. Die Rücknahme aus den Läden wurde bereits veranlasst.

Wieder sind Hühnereier mit dem Insektizid Fipronil in den Handel gekommen.Wieder sind Hühnereier mit dem Insektizid Fipronil in den Handel gekommen.

Hannover (koca). Bei amtlichen Untersuchungen von Eiern im Niedersächsischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES) wurde die Substanz Fipronil über dem zulässigen Rückstandshöchstgehalt nachgewiesen. Wie das LAVES mitteilt, handelt es sich um Eier eines Bio-Legehennenbetriebes aus den Niederlanden, die in einer Packstelle im Landkreis Vechta beprobt wurden. Die festgestellten Gehalte liegen bei 0,014; 0,019 und 0,007 mg/kg Fipronil. Der zulässige Höchstgehalt liegt bei 0,005mg/kg.

Auf Grund der nachgewiesenen Höchstgehaltsüberschreitung sind die Eier nicht verkehrsfähig und werden vom Markt genommen. Die zuständige Überwachungsbehörde kontrolliere die ordnungsgemäße Rückholung.

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass das Insektizid Fipronil illegal in Legehennenbetrieben zur Parasitenbekämpfung angewendet worden war. Es kam in erheblichem Umfang zum Rückruf von Eiern und Eiprodukten. Auf Grund des damaligen Geschehens wurde Fipronil in den Nationalen Rückstandskontrollplan (NRKP) aufgenommen. Im Zuge dieser Untersuchungen sei nun die Belastung nachgewiesen worden.

Die Befunde würden zu aktuellen niederländischen Presseberichten passen, in denen von erhöhten Fipronilrückständen in Eiern seinerzeit gesperrter Betriebe berichtet wird.

Laut LAVES dauern die behördlichen Ermittlungen an. Mit weiteren Ergebnissen sei nicht vor Anfang nächster Woche zu rechnen.


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