Mindestvergütung

Konditoren müssen nachbessern

Die Bundesregierung hat eine Mindesthöhe für Ausbildungsvergütungen beschlossen. Was bezahlen die Chefs aktuell?

Konditoren-Azubis sollen ab dem 1.1.2020 das Recht auf die staatlich festgelegte Mindestausbildungsvergütung haben.Konditoren-Azubis sollen ab dem 1.1.2020 das Recht auf die staatlich festgelegte Mindestausbildungsvergütung haben.

Berlin (dk). Die Bundesregierung hat sich über eine Reform des Berufsbildungsgesetzes geeinigt, die die Einführung einer staatlich festgelegten Mindestausbildungsvergütung ab dem 1.1.2020 vorsieht.

Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) soll zum 1. Januar 2020 eine Mindestausbildungsvergütung in Höhe von 515 Euro eingeführt werden, die bis Ende 2023 auf 620 Euro steigen soll. Durch ebenfalls gesetzlich normierte „Wertschöpfungsaufschläge“ sollen die Basiswerte der Mindestvergütung im zweiten Jahr der Berufsbildung um 18, im dritten um 35 und im vierten Jahr um 40 Prozent steigen. Als Folge der dauerhaften Festschreibung dieser Prozentzahlen ergebe sich für zukünftige Steigerungen der Mindestvergütung, dass sich diese nach ZDH-Angaben beschleunigt erhöhen würden.

Was gilt für Konditoren?

Nach einer Übersicht des Deutschen Konditorenbundes sind die Vergütungen für Konditoren-Azubis nicht bundeseinheitlich in einem Tarifvertrag geregelt, sondern die jeweiligen Landesverbände haben unterschiedliche Tarife (Datei anhängend).

Sollte die Regelung zur Mindestausbildungsvergütung ab dem 1.1.2020 in Kraft treten, müssten die Vergütungen für das 1. und 3. Ausbildungsjahr nachgebessert werden.


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