Konsum

450.000 Euro für fairen Kakaohandel

Bundesstiftung reagiert auf zunehmende Bedeutung der Lieferketten bei Verbrauchern.

Mit einem Kakaobaum beginnt die Schokoladenherstellung. Mit einem Kakaobaum beginnt die Schokoladenherstellung.

Osnabrück (koca). „Viele Menschen achten beim Einkaufen zunehmend darauf, dass Lebensmittel fair und umweltfreundlich hergestellt werden “, sagt Susanne Wiese-Willmaring, Leiterin des Referats Lebensmittel bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). In einem Projekt will die Universität Osnabrück zusammen mit dem Schokoladenhersteller Ludwig Weinrich (Herford) am Beispiel von Kakao aus Ghana Wege entwickeln, um Kaufentscheidungen zugunsten von fair und umweltfreundlich produzierter Ware zu unterstützen. Das soll die Bedingungen der Kakaobauern verbessern sowie die Umwelt in den Anbauregionen schützen. Die DBU fördert das Vorhaben mit 450.000 Euro.

Die gegenwärtige Kakaoproduktion sei in den Anbau- und Verarbeitungsländern häufig gekennzeichnet durch Kinderarbeit, Ausbeutung von Kleinbauern sowie durch Entwaldung und den Verlust der biologischen Vielfalt. Mangelhafter Arbeitsschutz gefährde zudem oft die Gesundheit der Bauern. Vor diesem Hintergrund will das Team untersuchen, mit welcher Art von Lieferketteninformationen Schokoladenhersteller dazu beitragen können, das Einkaufsverhalten der Kunden in eine nachhaltigere Richtung zu bewegen.

Mit einem Kakaobaum beginnt die Schokoladenherstellung.


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