Kennzeichnung

"Veganes Schnitzel" bleibt

Ein Entwurf der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission besagt, dass Fleischalternativen wie bisher bezeichnet werden dürfen.

Für vegane Alternativen sollen auch künftig Fleischbegriffe möglich sein.Für vegane Alternativen sollen auch künftig Fleischbegriffe möglich sein.

Berlin (koca). "Schnitzel", "Bratwurst" und "Frikadelle": diese und ähnliche Begriffe können weiterhin für vegetarisch-vegane Fleischalternativen verwendet werden, schreibt der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) in einer Pressemeldung. Der zuständige Fachausschuss der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) hat die Verbändeanhörung zum Entwurf eines übergeordneten Leitsatzes zur Benennung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln gestartet.

Den Forderungen von Bundesernährungsminister Christian Schmidt, dem Deutschen Bauernverband (DBV) sowie dem Deutschen Fleischerverband (DFV), die sich für ein generelles Verbot von "Fleischbezeichnungen" ausgesprochen hatten, komme die DLMBK nicht nach. Allgemeine Bezeichnungen wie beispielsweise "Wurst" und "Frikadelle" könnten nach Meinung der DLMBK auch weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.

Andere Begriffe, die beispielsweise Fleischteilstücke beschreiben (z.B. "Filet" oder "Schinken"), oder Anlehnungen an Tierarten (z. B. "Hühnchen" oder "Rind") sind hingegen nicht vorgesehen. Spezielle Bezeichnungen wie beispielsweise "Salami" sollen nach Meinung der DLMBK nur über sprachliche Umwege wie "vegane Tofu-Wurst nach Salami-Art" zulässig sein.


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