Kennzeichnung

Foodwatch macht Wind

Bei der angedachten Nährwert-Ampel der Lebensmittelindustrie sieht die Verbraucherorganisation rot.

Die Lebensmittelindustrie wird mit ihrer vorgestellten Nährwert-Ampel von Foodwatch stark kritisiert. Die Lebensmittelindustrie wird mit ihrer vorgestellten Nährwert-Ampel von Foodwatch stark kritisiert.

Berlin (koca). Die Berliner Verbraucherorganisation Foodwatch hat die angedachten Nährwert-Ampel von sechs großen Lebensmittelkonzernen scharf kritisiert. Diese haben ein eigenes Modell für eine EU-weite Ampelkennzeichnung für Lebensmittel vorgestellt. Diese „Industrie-Ampel“, wie sie die Organisation nennt, würde jedoch durch einen „Trick“ noch nicht einmal bei Nutella und Tuc-Crackern rot anzeigen. Das habe ein Ampel-Vergleichstest von Foodwatch belegt. Der „Trick“ beruhe dabei auf einer unterschiedlichen Berechnungsgrundlage in den Ampelsystemen.

Die sechs Konzerne Nestlé, Coca-Cola, Mars, PepsiCo und Unilever würden so die Idee einer verbraucherfreundlichen Kennzeichnung ad absurdum führen. „Anstatt Zuckerbomben und fettige Snacks zu entlarven, lässt die Industrie-Ampel die Produkte gesünder aussehen, als sie es in Wahrheit sind. Das darf nicht zum europäischen Standard werden“, kritisiert Oliver Huizinga von Foodwatch.

Die Kritik Foodwatchs an diesem „fiesen Lobby-Manöver“ der sechs großen Lebensmittelkonzerne, heizt die Debatte zur Ampel-Kennzeichnung, die auch Konditoren verhindern wollen, erneut wieder an.


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