Kakao

Führende Anbauländer wollen Preise erhöhen

Zu den Konsequenen gibt es ganz unterschiedliche Einschätzungen.

Höhere oder niedriger für die Schokolade der Trüffel? Über die Folgen der Initiative wird spekuliert. Höhere oder niedriger für die Schokolade der Trüffel? Über die Folgen der Initiative wird spekuliert.

Yamoussoukro/Accra (koca). Die beiden einflussreichsten Kakaoanbauländer Elfenbeinküste und Ghana wollen ein Kartel bilden und den Preis für Kakaobohnen erhöhen. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Für die Saison 2020/21 hätten die Nationen geplant, auf den Weltmarktpreis für eine Tonne Kakaobohnen 400 Dollar aufzuschlagen, um die Bauern zu unterstützen.

Mit dem zusätzlichen Geld wollten sie einen Reservefonds befüllen. 1820 Dollar wollen sie dann für eine Tonne Bohnen mindestens zahlen. Läge der Weltmarktpreis niedriger, könnten die Behörden den Reservefonds anzapfen. Steigt der Preis besonders hoch, soll aber nicht alles in die Reserve fließen, sondern manches wohl direkt als Bonus an die Bauern gehen.

Zu den Folgen gebe es diverse Mutmaßungen von Analysten: Spekulanten könnten bereits in den kommenden Monaten auf steigende Preise setzen, weil Firmen sich vielleicht schnell noch mit Unmengen an Kakao eindecken, bevor der Aufschlag greift. Andererseits könnten sich Bauern bei gestiegenen Preisen irgendwann auch mehr Pestizide leisten, infolgedessen mehr Bohnen ernten und sie auf den Weltmarkt kippen. Zumindest langfristig könnte das den Preis wiederum drücken.

Wie Börse Online berichtet, sprechen die ivorischen und ghanaischen Behörden seit einigen Wochen auch schon mit Vertretern von kakaoverarbeitenden Konzernen wie Barry Callebaut, Mars, Mondelez oder Cargill.


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