Idee

Konditorei mit Corona-Klappe

Betrieb in Mecklenburg Vorpommern setzt kreativ auf Sicherheit. Seit dieser Woche gibt’s auch Brot und Brötchen.

Zuversicht in kritischen Zeiten: Die Konditorei Komander erweitert in Krisenzeiten ihr Sortiment und fängt Umsatzrückgänge auf. Zuversicht in kritischen Zeiten: Die Konditorei Komander erweitert in Krisenzeiten ihr Sortiment und fängt Umsatzrückgänge auf.

Grammentin (abz). Zum Schutz der Kunden und zum Eigenschutz hat die Konditorei Komander in Grammentin, ein Familienbetrieb im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern, eine Corona-Klappe eingerichtet, die in die Ladentür eingebaut ist.

Über eine drehbare Scheibe bekommen die Kunden so ihre Produkte. Die Kunden legen das Geld auf die eine Hälfte, auf die andere kommt die Ware. So kommt kein direkter Kontakt zustande. Die Klappe verfügt auch über einen Windschutz, so dass kein Luftaustausch entsteht.

„Nach dem Bedienvorgang und der Entgegennahme des Geldes erfolgt sofort eine Desinfektion des Drehtellers und eine Handdesinfektion. Das Kassengeld wird für fünf Tage weggeschlossen, so dass es keinen Hautkontakt gibt“, sagt Inhaber Peter Komander.

Erhältlich ist so das ganze Sortiment an Kuchen Torten, Gebäck und Bio-Pralinen. Besonders bekannt ist der Betrieb für seinen Ivenacker Baumkuchen.

Um Umsatzrückgänge aufzufangen, backt die Konditorei Komander ab dieser Woche auch Brot und Brötchen, die zuvor nicht mehr zum Sortiment gehörten, weil der Betrieb auch als reine Konditorei gut ausgelastet war. Hinzu kommen auch Wurstwaren und andere Waren des täglichen Bedarfs, die bezogen werden und mit denen sich die Konditorei Komander als Nahversorger in der Krise positioniert.

„Wir machen das zum Selbstkostenpreis, Bestellungen gab es schon in der letzten Woche“, sagt Peter Komander. „Mein Sohn Manfred ist handwerklich sehr geschickt und hat die Klappe eingebaut. Das waren Kosten von 200 Euro der Aufwand war überschaubar. Wir haben eine alte Tür mit Handgriff, die Glasscheibe ließ sich herausnehmen.“

Bereits Donnerstag letzter Woche hatte der Betrieb wieder die Hälfte des sonst üblichen Umsatzes, lediglich am Mittwoch gab es einen großen Einbruch. „Das war der Tag der Hamsterkäufe, wo wir als Konditorei außen vor waren.


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