Historie

Vom Zuckerbankett zum Industrie-Lolly

Das Clemens-Sels-Museum in Neuss zeigt eine historische Ausstellung zur süßen Kultur im Rheinland.

Die Ausstellung zeigt auch ein historisches Zuckerbankett von 1585, das der bekannte Düsseldorfer Zuckerkünstler Georg Maushagen nachgebildet hat.Die Ausstellung zeigt auch ein historisches Zuckerbankett von 1585, das der bekannte Düsseldorfer Zuckerkünstler Georg Maushagen nachgebildet hat.

Neuss (koca). Noch bis zum 13. Oktober ist im Clemens-Sels-Museum in Neuss im Rheinland eine Sonderausstellung zur Geschichte von Süßwaren und Konditorei in der Region zu sehen.

Gezeigt wird historische Ausstattung und Technik, Einrichtung oder Verpackungen. Zuckerkünstler Georg Maushagen hat ein Zuckerbankett aus dem Jahr 1585 nachgebildet.

Die Ausstellung lädt zu einer Entdeckungsreise durch die Welt des süßen

Geschmacks von den Römern bis in die Gegenwart. Die zumeist mit Honig gesüßten Produkte waren in vergangenen Zeiten absoluter Luxus. Erst mit dem Ende der napoleonischen Zeit und dem Beginn der Industrialisierung, als der Zucker durch den Anbau der neu gezüchteten Zuckerrübe immer günstiger wurde, entstanden zahlreiche Konditoreien.

1826 eröffnete Carl Herkenrath die erste Konditorei in Neuss, in der er seinen Kunden „Bisquit-, Orangen-, Citron-, Wiener-, Schweizer- und Punsch-Torten aller Art" anbot.

Am Niederrhein, einem der Hauptanbaugebiete der Zuckerrübe, siedelten sich bald auch große Süßwarenfirmen an. Neuss wurde dabei zu einem Zentrum der rheinischen Süßwarenindustrie mit zahlreichen Produzenten. Zu ihnen gehörte die 1881 gegründete „Zuckerwarenfabrik Otto Mayser“, die vor allem Bonbons und Lollys herstellte.

Die Schokoladenfabrik Novesia wurde 1860 von dem Apotheker Peter Ferdinand Feldhaus gegründet und erlebte ihre Blütezeit in den 1960er Jahren.


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