Handwerk

Branche schrumpft

Viele Konditoren kämpfen ums Überleben. Die Umbrüche der Branche wirken sich auf das Geschäft aus.

Die Zahl der Konditoreien ist in den letzten Jahren erheblich gesunken.Die Zahl der Konditoreien ist in den letzten Jahren erheblich gesunken.

Münster (koca). Die Konditorbranche kämpft mit roten Zahlen. Das Geschäft wird zunehmend schwieriger, die Konkurrenz durch Tiefkühlware und industriell gefertigte Ware steige, die Folge seien Schließungen und Verkleinerungen vieler Betriebe.

Bei der ersten Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes NRW in Münster beschäftigten sich die Mitglieder mit dem Thema Zukunft. Die Kreishandwerkschaft hat die Geschäftsführung des Verbandes übernommen.

In einem Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten nennt Landesinnungsmeister Hubert Cordes viele Gründe für die Veränderungen der Branche. Neben fehlendem Nachwuchs, spiele das Verbraucherverhalten die größte Rolle. „Geiz ist geil, das tut uns weh“, so Cordes. Für viele Kunden zähle nicht mehr die Qualität sondern nur der Preis. Die Konkurrenz industriell gefertigter Ware werde immer größer.

Ebenfalls kritisiert er die zunehmende Bürokratie seitens der Regierung. Die Hygiene-Ampel werde von vielen Konditoren kritisch betrachtet. „Wir wehren uns nicht gegen Transparenz“, so Cordes, „aber alles muss im Rahmen bleiben“. Er beklagt, dass Betriebe mit der Hygieneampel bestraft würden. Oftmals fehle den Kommunen Personal um alle Betriebe gleichermaßen zu kontrollieren. Die vom Verband durchgesetzte Verlängerung der Probezeit werde zeigen, wie dass Konzept umsetzbar sein wird.

Dennoch blickt Cordes optimistisch in die Zukunft. Der Landesinnungsmeister ist sich sicher, dass die Branche das Gesundschrumpfen endlich hinter sich habe.


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