Fotostrecke

Das ist der Horror

Torten-Künstlerin Annabel de Vetten hat einen ausgeprägten Hang zum Morbiden, was sich in außergewöhnlichen Arbeiten zeigt.

„Morrigans“ – Hier grüßen schräge Vögel.„Morrigans“ – Hier grüßen schräge Vögel.

Stuttgart (koca). Die 48-jährige Annabel de Vetten (großes Portrait in KOCA 2/2020) hat sich auf eine morbide Variante des Konditorenhandwerks spezialisiert. Ihre Kuchen und Torten bilden Dinge ab, die normalerweise niemand mit Lebensmitteln in Verbindung bringt. Eher entfalten sich regelrechte Albträume.

Ihr Interesse an Vergänglichem hat sie bislang passend zum dortigen schwarzen Humor in Großbritannien ausgelebt, nun geht sie nach Los Angeles. Hollywood ist sicher auch kein schlechtes Pflaster, eine so spezielle Produktphilsophie zu verfolgen.

Für Annabel de Vetten, die auch klassische Horrorfiguren aus Literatur und Film wie Frankensteins Monster gestaltet, ist die passende Inszenierung ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit und die Nähe zu Tod und Vergänglichkeit etwas Natürliches. Noch heute arbeitet sie in Teilzeit beim Bestatter.

Bei der Gestaltung ihrer Kreationen verwendet de Vetten überwiegend mit Modellierschokolade, auch in weiß, Fondant, Rollfondant und Marzipan. Auch wenn die Optik sensiblen Gemütern auf den Magen schlagen kann – Annabel de Vettens Produkte sind lecker. Sie hat den Anspruch, dass die Torten einfach gut schmecken sollen. „Aber das Außergewöhnliche ist die Optik“, sagt sie. In der Tat – viel Spaß beim Durchklicken unserer gruseligen Fotostrecke.


Möchten Sie auf ahgz.de zukünftig alle Inhalte unbegrenzt nutzen?Jetzt informieren!Nicht jetzt

Sie sind bereits Abonnent?Hinterlegen Sie hier Ihre Auftragsnummer!