Betrug

Datenschutz per Fax

Ein Fax mit unseriösem Inhalt soll Unternehmer in die Falle locken.

Die immer noch vorhandene Unsicherheit bei Unternehmern im Zusammenhag mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wollen dubiose Anbieter ausnützen.Die immer noch vorhandene Unsicherheit bei Unternehmern im Zusammenhag mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wollen dubiose Anbieter ausnützen.

Konstanz (koca). Mit einem dubiosen Geschäftsmodell sorgt eine sogenannte „Datenschutzauskunfts-Zentrale“ mit einer Postadresse in Oranienburg für Aufsehen, meldet die Handwerkskammer Konstanz. Betriebe erhielten ein Fax mit der Überschrift „ Eilige FAX-Mitteilung – Erfassung Gewerbebetriebe zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO“.

Auf den ersten Blick vermittle das beigefügte Formular eine Rechtspflicht, das Formular auszufüllen und zurücksenden zu müssen. Der Unternehmer solle innerhalb einer sehr kurzen Frist einige Fragen zum Unternehmen beantworten und das behördenähnlich gestaltete Formular per Fax zurücksenden. Als aktueller Bezug wird die gesetzliche Pflicht zur Erfüllung der europäischen Datenschutzverordnung genannt.

Im Kleingedruckten des Formulars sei zu lesen, dass es sich um ein privates Angebot handele. Mit der Unterschrift schließe man einen Vertrag für ein „Leistungspaket Datenschutz“ ab. Über drei Jahre werde jährlich ein „Basisdatenschutz-Beitrag“ in Höhe von 498 Euro in Rechnung gestellt.

Die Handwerkskammer Konstanz rät, auf das Fax nicht zu reagieren. Sollte das Fax versehentlich ausgefüllt zurückgesendet worden sein, könne der angeblich zustande gekommene Vertrag wegen arglistiger Täuschung angefochten werden. Eine einfache Anfechtungserklärung reiche aus, auf weiteren Schriftverkehr brauche der betroffene Betrieb sich laut Handwerkskammer nicht einlassen.


Möchten Sie auf ahgz.de zukünftig alle Inhalte unbegrenzt nutzen?Jetzt informieren!Nicht jetzt

Sie sind bereits Abonnent?Hinterlegen Sie hier Ihre Auftragsnummer!